Oma Leipzig´s Original Dresdner Christstollen

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Oh, ich freue mich Euch heute etwas Neues auf feiertäglich zu präsentieren…ich habe einen Gast!
Meine liebe Freundin Jasmin hat sich nämlich bereit erklärt, ihr fantastisches Christstollen Rezept mit Euch und mir zu teilen! Dieses Rezept gehört in die Kategorie „geheimes Familienrezept“ und ist somit Vielfach erprobt und von Generation zu Generation weiter gegeben. Ich durfte ihr beim Backen über die Schulter schauen und sie verrät zusätzlich den ein oder anderen Tip, wie ein Stollen so richtig gut gelingt. Herzlich Willkommen in der kleinen Backschule :-)

Ich durfte natürlich nicht nur schauen, sondern auch probieren und bin begeistert – sehr, sehr lecker! Definitiv ein Rezept, dass von mir nun auch zu Weihnachten nachgebacken wird.

Clara von tastesheriff wünscht sich in diesem Monat zu der Aktion „ich backs mir„, Rezepte für die besten Weihnachtskuchen. Dieses Rezept möchten wir niemandem vorenthalten…Nix wie ran an den Hefeteig!

So. Jetzt bist aber Du dran, liebe Jasmin…

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Christstollen ist in unserer Familie ein ganz klares Zeichen, das bald Weihnachten ist – das Backen läutet für mich immer die Adventszeit ein.
Ich kann mich noch erinnern, wie ich meiner Oma zum ersten mal beim Backen geholfen habe, das ist jetzt bestimmt schon zwanzig Jahre her!
Das Rezept kommt von meiner Uroma und ist wirklich jede Mühe Wert – denn es braucht schon eine Weile, bis der Teig ganz weich und warm aufgegangen ist und die ganze Küche nach Butter und Vanille duftet…

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So wird´s gemacht:

Oma Leipzig´s Original Dresdner Christstollen

Für 2 Christstollen

Am Abend vorher vorbereiten:

  • 250g Rosinen
  • 200 Walnusskerne grob gehackt
  • Saft einer Zitrone
  • Rum

Rosinen & Nüsse in Zitronensaft und reichlich Rum einweichen. Ruhig mit Flüssigkeit bedecken – was nicht am nächsten Tag aufgesogen ist, kann vorsichtig abgegossen werden.

Zutaten für den Teig:

  • 1kg Mehl
  • 3 Päckchen Hefe (ich nehme immer Trockenhefe, da so viel Schweres in den Teig kommt, dass ich lieber auf Nummer sicher gehe)
  • ¼ L Milch
  • 150g Zucker
  • Prise Salz
  • 400 g Fett (250g Butter, 150g Margarine damit der Teig saftiger bleibt)
  • Mark einer Vanilleschote

Zutaten für die Füllung:

  • Je ein Päckchen rote Belegkirschen (geviertelt), Zitronat & Orangeat
  • 400g Marzipan mit etwas Puderzucker verknetet in zwei Rollen geformt

Zutaten für den Mantel:

  • 250g Butter, sehr weich
  • 1 Paket Puderzucker
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Zubereitung:

  1. Vor dem Backen alle Zutaten auf Zimmertemperatur anwärmen, damit die Hefe schön aufgeht. Ich stelle meistens alles auf die Heizung.
  2. Für den Teig Milch und Fett auf dem Herd vorsichtig erwärmen, das Vanillemark unterrühren und etwas abkühlen lassen.
    In eine große Rührschüssel zu Mehl, Salz, Zucker und Hefe geben und gut verkneten. Den Teig etwa eine Stunde gehen lassen.
  3. In der Zwischenzeit wenn nötig überschüssigen Rum von den Rosinen und Nüssen abgießen – die Rosinen sollen feucht aber nicht tropfnass sein. Mit Belegkirschen, Zitronat und Orangeat mischen. Auch diese Zutaten sollten die gleiche Temperatur wie der Teig haben, damit er nicht allzu sehr zusammenfällt.
  4. Die Zutaten der Füllung mit dem Teig verkneten, das ist echte Knochenarbeit, aber das Ergebnis macht es wieder wett, versprochen!
    Jetzt muss der Teig wieder gehen, bis er durch und durch weich und warm ist und ordentlich gewachsen ist, am Besten wieder eine Stunde.
  5. Aus dem Teig werden jetzt zwei Stollen ausgeformt.
    Dazu zwei Quadrate mit etwas abgerundeten Ecken formen, ein Drittel vom Quadrat deutlich dicker als der Rest. In den Übergang wird eine Marzipanrolle gelegt und die dicke Seite des Teiges darüber geschlagen. Jetzt wird oben noch eine Fuge eingedrückt, so dass die typische Stollenform entsteht.
    Den anderen Stollen ebenfalls ausformen.
  6. Die Stollen passen gerade nebeneinander auf eine Backblech und werden nun eine Stunde bei 160 Grad im Ofen bei Umluft gebacken (Ober-Unterhitze geht auch, da muss die Temperatur ggf. etwas höher). Danach ruhen sie weitere 20 Minuten stromlos im Ofen.
  7. Nach einer kurzen Abkühlzeit werden die Stollen mit der weichen Butter bestrichen. Die zieht jetzt schön in den Laib ein und hält den Teig saftig. Zum Abschluss werden die Stollen noch mit reichlich Puderzucker bestäubt.
  8. Den Stollen nach vollständigem Abkühlen (am Besten über Nacht) luftdicht verpacken, zum Beispiel in je einer Lage Backpapier und Alufolie wickeln und zusätzlich in eine Plastiktüte verpacken.

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Am Besten schmeckt der Stollen, wenn er vor dem ersten Anschneiden einige Wochen reift.
Über die Jahre ist bei uns aber auch die Ungeduld gewachsen, so dass wir meistens nach zwei Wochen aufgeben und das erste Stück abschneiden, am Besten aus der Mitte heraus, so können die beiden Enden immer wieder zusammengeschoben werden und der Stollen beleibt länger saftig.

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[pullquote width=“500″ float=“middle“]Ich wünsche euch viel Vergnügen beim Ausprobieren und schöne Weihnachten![/pullquote] Eure Jasmin

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Schaut in den nächsten Tagen wieder vorbei! Es gibt noch mehr Anregungen für süße kleine Sünden :-).
Alles Liebe, Eure Sarah

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  1. Jasmin Bühring 18. Dezember 2014 at 9:45 - Reply

    Ui, das hat Spaß gemacht Sarah! Das machen wir bald wieder mal ;o)

    • Sarah 18. Dezember 2014 at 16:38 - Reply

      Ja das stimmt :-)! Es hat viel Spaß gemacht…unbedingt bald wieder!

  2. machenstattreden 18. Dezember 2014 at 10:44 - Reply

    Stollen ist für mich das Weihnachtsgebäck schlechthin. Und seitdem ich ihn auch selber backe esse ich ihn sogar richtig gern. Aber wie du schon sagst, die Ungeduld ihn endlich anschneiden zu dürfen macht es mir auch nicht immer leicht ;)

    Liebe Grüße
    Juliane

  3. develloppa 18. Dezember 2014 at 21:29 - Reply

    Oh, noch jemand, der Stollen mag, wie schön! Sieht lecker aus, und mit extra Marzipan:-) Schöne Grüße aus Hamburg, Dagmar

  4. Oh Ihr beiden Zuckerschnuten!!
    Ich möchte auch soeine Oma mit diesem Rezept!! Aber jetzt hab ich ja das von Jasmins Oma!!
    Voll lecker!!
    Schön das Ihr mit dabei seid!!
    Fröhliche Weihnachten
    Alles liebe
    Claretti

  5. Annett 9. November 2016 at 11:37 - Reply

    Vielen Dank für das Rezept.
    Zutaten sind aufgeschrieben. Am Samstag werde ich die Stolle backen. Bin gespannt.

    Liebe Grüße

    • Sarah 9. November 2016 at 11:40 - Reply

      Sehr gut, Annett, es ist ja auch genau der richtige Zeitpunkt um Stollen zu backen! Viel Spaß und wir freuen uns, wenn du uns wissen lässt, wie er dir geschmeckt hat! Liebe Grüße, Sarah

      • Annett 13. November 2016 at 18:49 - Reply

        Hallo Sarah,

        die Stollen sind gebacken. Jetzt lassen wir sie noch einige Wochen liegen.

        Einen schönen Sonntagabend

        Liebe Grüße Annett

        • Sarah 15. November 2016 at 13:21 - Reply

          Liebe Annett, sehr fleißig! Lasst sie euch schmecken. Liebe Grüße, Sarah

          • Annett 28. November 2016 at 5:54

            Liebe Sarah, wir haben die Stolle gestern am 1. Advent angeschnitten. Die ganze Familie war begeistert. Sehr lecker.
            Vielen Dank für das Rezept. Wird für das kommende Jahr gleich vorgemerkt. Eine schöne Adventszeit Liebe Grüße Annett

  6. Siggi1956 26. September 2017 at 18:38 - Reply

    Toll beschriebenes Rezept!
    Aber in den original Dresdner Stollen kommt kein Marzipan…..ich komme aus Dresden und kann es daher beurteilen

    • Sarah 29. September 2017 at 10:41 - Reply

      Schön, dass Dir das Rezept gefällt. Es ist ja auch der Stollen nach „Oma Leipzig´s“ Rezept und uns schmeckt Stollen mit Marzipan einfach besser :-). Aber danke für die Info.
      Liebe Grüße, Sarah

  7. Annett 4. November 2017 at 20:12 - Reply

    Hallo liebe Sarah, ich habe auch in diesem Jahr wieder die Stolle gebacken.❤ Liebe Grüße Annett

    • Sarah 7. November 2017 at 9:21 - Reply

      Yay!!! Freut mich! Ich muss noch…Liebe Grüße

  8. Janina 15. November 2017 at 14:02 - Reply

    Hallo, ich möchte mich dieses Jahr zum ersten mal an einem Stollen versuchen. Wir würden ihn gerne am Heiligen Abend essen. Wann muss ich ihn denn dann am besten backen? Ich möchte nicht, dass er zu lange liegt und dann vielleicht nicht mehr genießbar ist. Liebe grüße

    • Sarah 17. November 2017 at 11:49 - Reply

      Hallo Janina, sehr gut! Der Stollen sollte mindestens 2 Wochen aber gerne länger reifen. Ich werde unseren wohl 4-5 Wochen vorher Backen. Wie im Rezept beschrieben, sollte er dann gut luftdicht verpackt werden: erst eine Schicht Backpapier, darum eine Schicht Alufolie, das Ganze dann in eine fest verschlossene Plastiktüte und ab damit in den Schrank zum Reifen. Viel Spaß beim Backen und leibe Grüße, Sarah

    • Uli 23. September 2021 at 1:46 - Reply

      Oh je, ich denke da ist weder Leipziger noch Dresdner begeistert. Das ist ein typisch westdeutschen Rezept. Als weihnachtlicher Früchte Marzipan Hefekuchen in Stollenform geht das gerade noch durch. Niemals sollte man den Begriff Dresdner Stollen so missbrauchen.
      Schade. Schmecken wird euer Kuchen schon, eben nur nicht, wie ein Stollen aus Sachsen

  9. A. Richter 7. Dezember 2017 at 18:20 - Reply

    Ich habe durch Zufall dein Rezept für den „Dresdner“ Stollen gefunden. Der ist auch sicher lecker.
    Aber Walnüsse und rote Belegkirschen gehören leider nicht in einen echten Dresdner Stollen.
    Ich bin Dresdner in und gelernte Bäckerin, kann es also gut beurteilen. Das soll nun aber nicht bedeuten dass dein Stollen nicht gut ist.

    • Sarah 7. Dezember 2017 at 18:27 - Reply

      Hallo Andrea, Vielen Dank für Deinen Kommentar und den Hinweis. Ja, ich habe dies zu dem Rezept jetzt schon öfter gehört :-), sowohl hier in den Kommentaren, als auch auf Pinterest und Facebook. Dieses Rezept ist auch der Stollen nach „Oma Leipzig´s“ Art, also ein echtes Familienrezept und uns schmeckt er ganz genau so mit Marzipan und Kirschen am Besten. Liebe Grüße und eine schöne Adventszeit, Sarah

  10. […] mit einem grandiosen selbst gebackenen Stollen versorgte (und übrigens auch hier schon ihr tolles Familien-Rezept für den original Christstollen geteilt hat), momentan in Amsterdam. Also bin ich in diesem Jahr wohl selber dran […]

  11. Jacqueline 23. Oktober 2018 at 13:53 - Reply

    Liebe Sarah, ich habe im Internet nach einem Leipziger Stollen-Rezept gesucht, um mit meinem Rezept von meiner Uroma zu vergleichen. Dein Rezept ist leider so gar nicht ‚Leipzig‘. Es gab früher in der DDR wohl keine Trockenhefe und schon gar keine Vanilleschoten. Es sei denn, man konnte im Westen einkaufen gehen. Und Belegkirschen gehören definitiv nicht in einen Dresdner Christstollen, sorry… Trotzdem ein schönes Rezept, aber es muss wohl aus einer anderen Gegend kommen. Da es sehr süß klingt, würde ich auf eine südlichere Abstammung tippen…
    Liebe Grüße

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